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Höchste Inflationsrate der Eurozone

Inflation in Estland lag im September bei 6,4 Prozent

Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im September so schnell wie seit 2008 nicht mehr, da vor allem die Energiekosten in die Höhe schnellten, wie offizielle Daten am Freitag zeigten.

Inflation Estland Eurozone
„Das Geld liegt auf der Straße.“ (Symbolbild: Markus Spiske)
Die Inflation in Estland stieg von 5 Prozent im August auf 6,4 Prozent im September, wie eine vorläufige Schätzung von Eurostat zeigt.

Eurostat, die offizielle Statistikbehörde der EU, stellte fest, die Inflation in der Eurozone habe auf Jahresbasis 3,4 Prozent erreicht, wobei die Energiepreise um 17,4 Prozent gestiegen seien.

Die Inflation in Estland stieg im September auf 6,4 Prozent. In Lettland stieg der Indikator von 3,6 Prozent auf 4,6 Prozent, in Litauen von 5 Prozent auf 6,3 Prozent und in Finnland von 1,8 auf 2,1 Prozent.

Der Kostenanstieg lag weit über dem von der Europäischen Zentralbank angestrebten Ziel von 2,0 Prozent und wird den Druck auf die EU-Regierungen erhöhen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung durch die Energiekosten zu verringern.

Betrachtet man die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum, so wird erwartet, dass die Energiekosten im September die höchste Jahresrate aufweisen werden – 17,4 Prozent, verglichen mit 15,4 Prozent im August.

Es folgen Industriegüter ohne Energie: 2,1 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im August; Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak: 2,1 Prozent, verglichen mit 2,0 Prozent im August; und Dienstleistungen: 1,7 Prozent, verglichen mit 1,1 Prozent im August.

Estland verzeichnete im August die höchste Inflationsrate der Eurozone

EZB-Präsidentin Christine Lagarde beharrt darauf, dass die hohe Inflation ein vorübergehendes Phänomen sei, das mit der Coronavirus-Pandemie zusammenhänge, die die Lieferketten durcheinander gebracht und den Energiemarkt gestört habe.

Laut Eurostat lag die Kerninflation, Energie ausgeklammert, bei 1,9 Prozent und damit höher als im Vormonat (1,6 Prozent).

Die Energiepreise entwickeln sich zu einem Politikum in Europa, und die Länder erwägen ein breites Spektrum an Notfallplänen, um die Preise für die Verbraucher zu senken.

Brüssel bereitet eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen vor, wie etwa die Senkung der Mehrwertsteuer und der Verbrauchssteuern auf Energie, in der Hoffnung, dass die Zusagen für mehr erneuerbare Energiequellen eingehalten werden.

Während die Inflation in der Eurozone laut Eurostat von 2,2 Prozent im Juli auf 3 Prozent im August anstieg, änderte sie sich sie sich in Estland von 4,9 Prozent auf 5 Prozent. Damit verzeichnete Estland den zweiten Monat in Folge die höchste Inflationsrate der Eurozone.

Damit war man mit Litauen und Polen, ebenfalls jeweils 5,0 Prozent, an der spitze der Inflationsraten.

Die niedrigsten JRaten wurden im August in Malta (0,4 Prozent), Griechenland (1,2 Prozent) und Portugal (1,3 Prozent) verzeichnet.

ap

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