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„In 30 Minuten ist alles da“

Großbritannien: Amazon plant Drohnenlieferungen für Pakete ab 2024 – mit Abwurfzone im Garten

Amazon hat diese Woche angekündigt, ab Ende 2024 in Großbritannien Pakete binnen weniger als einer Stunde ausliefern zu wollen. Allerdings erst mal nicht flächendeckend, sondern in einer noch zu bestimmenden Region.


(BBC-Video aus den USA zur Praxis von Paketlieferungen per Drohne)

Das Unternehmen bietet bereits in zwei US-Bundesstaaten Drohnenlieferungen für Waren an, die nicht mehr als 2,2 Kilogramm wiegen. Die Regulierungsbehörde für die Luftfahrt erklärte, es sei wichtig zu erforschen, wie Drohnen in weiteren Teilen des britischen Luftraums sicher eingesetzt werden könnten.

Amazon erklärte dazu, man arbeite eng mit der Civil Aviation Authority (CAA) zusammen, um die Vorschriften einzuhalten. Dies ist natürlich auch im Sinne der Regierung, die mitteilte, aus den nächsten Schritten wichtige Erkenntnisse über den sicheren Einsatz der Technologie ableiten zu wollen.

David Carbon, Vizepräsident von Amazon Prime Air, teilte mit, man rechne auf der Insel mit einer großen Nachfrage – auch aufgrund der Sicherheit. „Es ist hundertmal sicherer, als mit dem Auto zum Laden zu fahren“, sagte er in einem BBC-Interview. Was auch sonst?

Kunden werden aus Tausenden von Artikeln wählen können, die höchstens 5 Pfund wiegen, von Spülmitteln und Zahnbürsten bis hin zu Schönheitsprodukten und Batterien, die dann in ein etwa schuhkartongroßes Paket gefüllt werden.

Das erste Gebiet im Vereinigten Königreich für Lieferungen aus der Luft wird in den kommenden Monaten benannt werden. Amazon bietet bislang Drohnenlieferungen in Kalifornien und Texas an. Im Ausland möchte man neben UK alsbald auch in Italien „ultraschnelle“ Lieferungen einführen.

Bis 2030 sollen kommerzielle Drohnen in UK laut Regierung eh alltäglich sein

Es läuft darauf hinaus, dass das Projekt zunächst in dünn besiedelten Vororten anläuft. In die Zentren will man sich dann Schritt für Schritt vorarbeiten. Je nachdem, wie die behördlichen Genehmigungen ausfallen. Der Plan macht Sinn, zumal kommerzielle Drohnen in UK laut einer Einschätzung der Regierung bis 2030 eh alltäglich sein sollen.

Und wie läuft es praktisch ab? Wie in dem Video oben aus den USA zu sehen, können Kunden nach Einholung einer Genehmigung den Service idealerweise in einem großen Garten in Anspruch nehmen.

Klar ist: Die Drohne benötigt viel Freiraum, um ein Paket aus einer Höhe von gut drei bis vier Metern auf den Boden fallen zu lassen. „Es macht Spaß. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein Paket in meinen Garten geliefert bekomme“, sagt der US-Kunde. Nach 30 Minuten sei normalerweise alles da.

Sobald man eine Bestellung aufgibt, platziert man in den USA einen kleinen Marker auf dem Rasen, der einen QR-Code enthält. Wenn sich die Drohne nähert, findet sie die Stelle und das Paket wird freigegeben. In UK soll es ähnlich verlaufen, mithilfe GPS-Daten.

Der Flugroboter hat Sensoren an Bord, um Hindernissen ausweichen zu können. Wie im Video zu hören, klingt er ein wenig wie ein Rasenmäher, wenn der „Lieferant“ über dem Boden schwebt. „Es ist ein bisschen laut, aber es stört mich nicht“, sagt der US-Kunde. Welt inm Wandel, aber hallo.

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