„Natur erholt sich nicht mehr“
Großbritannien: Heißester Juni „ever“ führt zu beispiellosem Fischsterben
Der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – also seit 1884 – hat in Großbritannien zu einem beispiellosen Fischsterben geführt. Das berichten Umweltverbände auf der Insel. Auch die Pflanzen- und Insektenwelt habe arg gelitten, heißt es.
„Die Natur wird von extremen Wetterbedingungen heimgesucht, ohne dass sie sich erholen kann“, beschreibt etwa der Wildlife Trust die Situation. Geprüft werden soll nun, welchen Einfluss konkret der Klimawandel auf das Wettergeschehen der letzten Wochen hatte.
„Die Berichte über das Fischsterben sind für diese Jahreszeit beispiellos. Normalerweise wäre zu erwarten, dass die Flüsse erst viel später im Sommer betroffen sind, wenn es lange wärmer und trockener war“, zitiert die BBC einen Sprecher des Angling Trust.
In Großbritannien lag die Höchsttemperatur im Juni bei 32,2 Grad Celsius
Das Met Office fasst wie folgt zusammen: „Meteorologisch gesehen begann der Juni mit Hochdruck über dem Vereinigten Königreich und brachte oft ruhige und trockene Bedingungen mit viel Sonnenschein.“
Und weiter: „Sobald sich der Hochdruck abschwächte, übernahm feuchtwarme Luft das Kommando, wobei mit 32,2 Grad Celsius die bisher höchste Temperatur dieses Jahres gemessen wurde.“
Als „besonders ungewöhnlich“ wird die anhaltende Wärme angesehen, da im Juni verbreitet mindestens zwei Wochen lang 25 °C erreicht wurden, zeitweise sogar 28 bis 30 °C. Normal wären in Großbritannien eher Höchsttemperaturen um die 20 Grad gewesen.
Gebrochen wurden damit die Durchschnittstemperaturen der britischen „Jahrhundertsommer“ 1940 und 1976. Bereits im Jahr 2022 hatten die Meteorologen Rekordwerte gemessen, jedoch erst später im Sommer. Mal schauen, was da noch kommt…