Lower Thames Crossing
23 / 4 Kilometer: Größtes Tunnelprojekt Großbritanniens genehmigt
Die britische Regierung hat den Bau des Lower Thames Crossing abgesegnet – ein Tunnelprojekt, das Tilbury in Essex mit Gravesend in Kent verbinden soll. Zwei Röhren unter dem Fluss sollen künftig den Verkehr unter der Themse hindurchleiten.

National Highways verspricht sich davon eine Entlastung des chronisch überlasteten Dartford Crossings um bis zu 20 Prozent, heißt es. Die Eröffnung des Megaprojektes ist für 2032 angepeilt.
Jim Dickson, Labour-Abgeordneter für Dartford, spricht von einem Durchbruch für die Region: „Der Bau werde endlich das tägliche Verkehrschaos lindern, das Anwohner und Pendler schon seit Jahren zur Weißglut bringt.“
Geplant ist eine 23 Kilometer lange Strecke, von der gut 4 Kilometer komplett unterirdisch verlaufen werden – je eine Tunnelröhre pro Fahrtrichtung. Die Verbindung soll die A2 und M2 in Kent mit der A13 und der M25 in Thurrock verknüpfen.
„Ein echter Wachstumsmotor für die Region“
Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel bereits 2009, seitdem sind mehr als 1,2 Milliarden Pfund an Steuergeldern in die Planung geflossen. Nun wurde der Bau offiziell genehmigt. Fast 16 Jahre nach den ersten Entwürfen.
Der Baubeginn ist laut National Highways für 2026 vorgesehen. Die Regierung will dabei mit privaten Investoren zusammenarbeiten, ein finales Finanzierungsmodell steht jedoch noch aus. Sicher ist nur: Die vorbereitenden Arbeiten werden mit öffentlichen Geldern gestemmt.
National Highways selbst nennt das Tunnelvorhaben das „bedeutendste Straßenprojekt einer ganzen Generation“. Geschäftsführer Matt Palmer sieht darin laut BBC einen klaren Fortschritt: „Schneller, sicherer, verlässlicher – und ein echter Wachstumsmotor für die Region.“